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MB-Treff.de/Forum » ~~ Modellbezogen ~~ » Allgemeine Fragen und Tipps » Erfahrungen beim Reparieren von Plastteilen

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Thema: Erfahrungen beim Reparieren von Plastteilen

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TKOFreak61 besucht im Moment nicht das Board. TKOFreak61
Auto: C 220 CDI (w203)
Hallo,

mir ist letztens ein Twingo ins Heck meines S 203 geknallt. Dabei ist auch die Reserveradmulde an einigen Stellen gerissen bzw. es sind Teile ausgebrochen.
Ich wollte die Schäden mit Epoxidharz und Glasfasermatte kleben.

Dieses Teil ist aus Polypropylen gefertigt und laut den Aussagen im Netz haftet kaum ein Kleber auf diesem Material. Man bräuchte eine gute Grundierung, damit ein Kleber (auch Epoxidharz?) halten könnte.

Deshalb bräuchte ich Euere Erfahrungen: Hat jemand schon mal eine solche Reparatur mit Epoxidharz ausgeführt und kann Hinweise zu den erforderlichen Materialien und Arbeitsschritten geben.

Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Mit besten Grüßen
Jürgen

17.06.2026, 15:02 Uhr Link direkt zu diesem Post anzeigen...    Posts: 8 | SMART | Beitrag 1 mal editiert
miami_boy besucht im Moment nicht das Board. miami_boy
Auto: S203 C350 (w203)
Moin,
also Polypropylen zu kleben, das es auch hält, ist nicht ganz so einfach. Ich würde es entweder mit einem Kleber aus dem Modelbbau versuchen, da Kleben die Modeller die Lexankarosserien von den Buggys mit , oder mit „Schweißnaht aus der Flasche“ . Gibt es z.b. bei Hornbach. Mit Schweißnaht aus der Flasche musst du die Bruchstellen anfasen. Hab damit schon ein paar Sachen geklebt .Ob das jetzt im einzelnen Poly war kann ich jetzt auch nicht mehr sagen. Auch mit nem Sekundenkleber der Firma Petec hab ich gute Klebungen hinbekommen ( Lüftungsgitter Mitte im Armaturenbrett )
Alternativ sollten doch alle Teile auch beim Autoverwerter für nen schmalen Taler zu bekommen sein. Unsere S203‘S sind da doch längst Massenware
Freundliche Grüße aus Hannover
17.06.2026, 17:26 Uhr Link direkt zu diesem Post anzeigen...    Posts: 39 | C-Klasse
TKOFreak61 besucht im Moment nicht das Board. TKOFreak61
Auto: C 220 CDI (w203)
Hallo miami boy,

danke für Deine Ratschläge. Leider ist der auffahrende, relativ niedrige Twingo ordentlich unter die Stoßstange meines S 203 geraten und hat die Reserveradmulde nicht nur aufgerissen, sondern es sind auch kleinere Stücke herausgebrochen. Da hilft die Schweissnaht aus der Flasche sicher wenig. Für die anderen Risse ist das eine Möglichkeit. Werde mal sehen, ob unser Hornbach das Mittel im Sortiment hat.

(Ironie des Schicksals: als der Unfall passierte, war ich auf dem Weg zu unserem Hornbach auf dem Gelände des alten Messegeländes in Leipzig)

Über den Ersatz mt einem Gebrauchtteil habe ich auch recherchiert. Ist zu bekommen, aber das "Preiswerteste" kostet auch über 250 € zuzüglich Versandkosten. Hinzu kommt, dass das Teil eingeklebt werden muss und ich natürlich den passenden Kleber nicht habe, ihn auch noch kaufen müsste.
Was die Versicherung mal zahlen wird, weiss ich noch nicht. Deshalb muss ich die Kosten in einem vertretbaren Rahmen halten. Es müssen ja noch andere, beschädigte Teile ersetzt werden.
Mir wird nichts anderes, als die Reparatur der Radmulde übrig bleiben.

Beste Grüße
Jürgen
17.06.2026, 20:46 Uhr Link direkt zu diesem Post anzeigen...    Posts: 8 | SMART | Beitrag 1 mal editiert
XanderMorris besucht im Moment nicht das Board. XanderMorris
Auto: r198 (r198)
Hallo Jürgen,

mit Epoxidharz wäre ich bei PP (Polypropylen) eher vorsichtig. Das Material ist leider genau dafür bekannt, dass die meisten Klebstoffe nur mäßig oder gar nicht dauerhaft halten. Für kleinere Reparaturen mag das zunächst funktionieren, aber gerade an einer Reserveradmulde wirken Vibrationen, Verwindungen und Temperaturschwankungen, die eine Klebung schnell wieder lösen können.

Ich würde eher in Richtung Kunststoffschweißen denken. Dabei lassen sich auch fehlende Stücke ersetzen, indem man passendes PP-Material als Zusatz verwendet und die Rückseite gegebenenfalls mit einem Metallgewebe verstärkt. So entstehen keine reinen Klebestellen, sondern eine echte Verbindung des Materials.

Falls du dennoch kleben möchtest, würde ich unbedingt vorher prüfen, ob auf dem Bauteil tatsächlich PP gekennzeichnet ist und ob der verwendete Kleber ausdrücklich für PP freigegeben ist. Die Vorbereitung der Oberfläche ist dabei entscheidend.

Bei den aktuellen Gebrauchtteilpreisen kann ich aber gut verstehen, dass du erst einen Reparaturversuch starten möchtest.

Viele Grüße

__________________
cazimbo
23.06.2026, 23:41 Uhr Link direkt zu diesem Post anzeigen...    Posts: 1 | SMART
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